des lebens mühe

des lebens mühe

gelernt
situationen

gelernt
konflikte

gelernt
zusammenhänge

und alles in ein riesiges Mobile gebracht

in uns ständige Kongruenzen
in Harmonie
suchend

erfahrungen immer wieder neu zuordnend

auch vieles dieser worte
im ständigen bogen des seins
zerschneidend
neu im Mobile harmonisierend

das ist leben
verantwortliches leben
abseits vom vegetieren

Diskussion: Das Lernen im Leben besteht darin, die täglichen Eindrücke widerspruchsfrei aufzunehmen

Unsere Erziehung prägt uns, lebenslang. Unsere Eltern zunächst, die Schule dann, der Beruf und schließlich auch das private Umfeld lehrt uns teilweise hart mit Situationen umzugehen, wir bauen Regeln auf, wenn – dann und verhalten uns danach. Wir haben teilweise scherzhaft gelernt mit Konflikten umzugehen, obwohl Eltern, Schule, Unternehmen uns immer wieder eindringlichst ermahnt haben, Konflikte durch Kompromisse zu vermeiden. Wären wir ein Stein, am Ende des Lebens wären wir ideal rund, abgeschliffen, müde geworden – wir wären ein Musterbeispiel für Sozialkompetenz, dem Wunsch aller Leitungsebenen.

Uns sollte aber bewusst sein, dass Sozialkompetenz, oft „emotionale Intelligenz“ bezeichnet, bemüht ist, charakterliche Eigenschaften, die in einer Gemeinschaft Konflikte bringen könnten, zu beseitigen. Da gibt es gar eine schöne Anleitung wie Sie trainieren können, sympathisch zu sein (Link); „13 Eigenschaften machen Sie zu einem extrem sympathischen Menschen“, heißt es in dem FOCUS- Artikel. Jedoch die Kehrseite: eine Menschenmasse, die nicht sonderliche charakterliche Eigenschaften hat, die rundum abgeschliffen ist, ist sehr einfach zu leiten, zu manipulieren.

Lassen Sie uns nochmals auf den FOCUS- Artikel kommen, damit wir erkennen können, wie hinterlistig die Denke ist. Es heißt:

  • Sympathische Menschen sind authentisch und verurteilen andere nicht.
  • Sie nutzen positive Körpersprache und lächeln ihr Gegenüber häufig an.
  • Außerdem zeigen sie wahres Interesse an den Themen, die ihr Gegenüber beschäftigt.

Was ist das Ergebnis dieses „Umerziehungsprozesses“?

  1. Zwischenmenschliche Kritik unterbleibt, Kritik wird abtrainiert
  2. Wir sollen nur noch positiv denken; das „NEIN“ in uns soll unterdrückt werden
  3. Blöde lächeln, das ist der Wunsch; Hintergrund des Lächelns: dem Gegenüber Wertschätzung und verstärktes Selbstbewusstsein zu geben – höchst gefährlich bei Machthabern

Der Satz „zeigen sie wahres Interesse an den Themen“ ist von einer zwischenmenschlichen Falschheit geprägt: der neue Mensch soll wahres Interesse für alles zeigen; was ist das, „wahres Interesse“? Sollen wir lernen, Themen, die wir ablehnen, sympathisch gegenüber zu stehen, so dass dann ein wahres Interesse ermöglicht wird?

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