Lyrik


Lyrik

gegossene Worte des Momentes
gefühlvoll
erkenntnisbehaftet
komplex bis irrational

sucht Verständnis

ordnet sich ein
gefühlvoll
erkenntnisbehaftet
komplex bis irrational

in das andere Verständnis

durchdringt
gefühlvoll
erkenntnisbehaftet
komplex bis irrational

neues Verständnis – neues Leben.

Erkenntnis:

man lese bestenfalls einen Gedanken
des Verständnisses halber

Hinweis:

Der Autor verbindet gereifte Worte des Momentes und Erlebtem

mit verständnisöffnenden Bildern
eigentlich

Diskussion: Leben ist die Suche nach dem persönlichen Ideal

Was immer wir, wann auch immer, wie auch immer, schreiben, denken, ist gefühlvoll, erkenntnisbehaftet, komplex bis irrational. Neues Verständnis – neues Leben lesen wir. Und was wir lesen uns verstehen, insbesondere Innovationen unseres ICHs, muss eingeordnet werden in die immer komplexere Welt der Erfahrungen, so nennen wir abgespeicherte mentale Kongurenzen.

Wir mögen zumeist keine innere Unruhe, weil Unruhe unsere gedanklichen Freiräume einschränkt. Und daher wollen wir alle Innovationen, teilweise hoch komplex mit wenn-dann-oder, ohne große Dissonanzen mit allen anderen Erfahrungen zuordnen. „Überlegen“ nennen wir diesen schwierigen Akt der Findung der inneren Ausgeglichenheit.

Ich komme wieder auf meine Freunde der „Werkstattgalerie Berlin“:

ART IS RESISTANCE

Wer die innere Ausgeglichenheit so weit treibt, dass keine Diskongruenzen, keine Widersprüche mit der Umgebung vorhanden sind, der ist auf der einen Seite ein braver Bürger, so, wie uns Machthaber gern hätten, der ist zur RESISTANCE nicht fähig. Resistance, wie immer sie sich darstellt, ist letztlich die Wahrnehmung der Verantwortung gegenüber der eigenen Persönlichkeit.

Und das soll auch hier in den Texten zum Ausdruck kommen, indem wir, wie die Spirale zeigt, immer mehr dem Zentrum unserer Wahrheit, unserer Persönlichkeit nahe kommen.

(Hinweis: wenn in den kursiven Texten, ich nenne sie nicht mehr Lyrik, ich nenne sie Lebenserfahrung, zwischen Zeilen Abstände zu sehen sind, wenn Einrückungen oder Parenthesen aufgezeigt werden, dann ist das sehr bewusst geschehen. Wenn auf die Großschreibung manchmal verzichtet wird, so ist auch das ein hintergründiges Stilelement.)

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