Du bist mein … deshalb

Du bist mein … deshalb

aus

mißachtung
respektlosigkeit
egozentrik

Du bist mein

aus

ehe
dasein
liebe

Du bist mein

ich bin dein mann

sage einst nicht, besitzdenken schlüge selbstachtung sparkassenwerbungsartig tot

Diskussion: Leben ist Respekt der ICHs Anderer

  1. Wertebetrachtung

„Du bist mein“, wie oft hört man diesen oder ähnlichen Spruch in einer Partnerschaft. „Das gehört mir“, dieser Computer, das wäre noch verständlich, aber gegenüber einer anderen Person zu sagen „Du bist mein“, „Du gehörst mir“, das ist jenseits aller Werte. Personen sind keine Sachen!

Warum sagt jemand so etwas? Ist da der Missachtung, Respektlosigkeit, Egozentrik die Ursache? Sagt eine Person das, weil eine Ehe, allein das  Dasein oder gefühlte Liebe so denken oder empfinden lässt?

Und die angesprochene Person, die diesen Spruch hört, sollte seiner Selbstachtung gewiss sein, sollte aufbegehren, denn manchmal ist es besser einen Schlussstrich zu ziehen, aus dem Selbstwertgefühl und der Selbstachtung. Wir sind auch an

dieser Stelle wieder bei der Waage: Wer das Selbstwertgefühl nicht achtet, wer Respektlosigkeit oder Egozentrik (bewusst oder unbewusst) walten lässt, der hat ein Besitzdenken, das solche Sätze „Du bist mein“, „Du gehörst mir“ sagen lässt. Einen ethischen Wert kann man aus solchen Sätzen nicht erkennen!

Wie häufig aber entschuldigen wir, vielleicht aus Liebe, solche Sätze, solch einen Umgang. Und eine Entschuldigung heißt: „nur so gesagt“.

2. Nur so gesagt

Vieles wird „nur so gesagt“, flapsig kommt ein Satz ohne langes Nachdenken und der, der mit diesem Satz (auf)gefallen ist, sagt dann entschuldigend „das hab ich doch nur so gesagt“ und erwartet, dass der Getroffene diese Entschuldigung akzeptiert. Nichts sagt man einfach so, dafür arbeitet unser Gehirn zu komplex. Bevor uns bewusst wird einen Satz zu sagen, ist dieser Satz schon lange im Gehirn fertig (tendenziell vorformuliert), haben die Gehirnregionen limbisches System, Großhirnrinde und Frontallappen bereits ihren Kampf um die Inhaltspriorität ausgefochten. Das Gehirn reicht das Ergebnis dieses inneren Dialogs an das Sprachzentrum, dort werden uns die Inhaltsprioritäten bewusst, dann haben wir noch die Möglichkeit, diese und jene Satzverzierung zu machen. Ergebnis: die Inhaltspriorität fließt aus uns heraus, inklusive die Satzverzierungen.

Nichts wird nur so gesagt! Selbst wenn lügnerisch eine Aussage kommt, auch das zeigt die möglichen Inhaltsprioritäten: Egozentrik, Taktik, Strategie, Missachtung und so weiter; man wendet Egozentrik, Taktik, Strategie, Missachtung an, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen!

Selbst wenn man nun sagen würde, etwas wurde aus Dummheit (fehlende Klugheit) gesagt, auch das entschuldigt nicht.

3. Resümee

Es ist ein blöde erscheinender Spruch der Alten: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“. Lerne den Partner, die Partnerin genau kennen, be-greife sie/ihn. Werde dir klar, welche Art Persönlichkeit zu dir passt.

Ich gebe zu, mit folgenden „Strategien“ bin ich mir total unklar:

  • „gleich und gleich gesellt sich gern“ beziehungsweise
  • „Gegensätze ziehen sich an“

zu wissen, was richtig ist, ist entscheidend für die Partnerwahl. Professor Gigerenzer würde sagen: lass den Bauch entscheiden. Ob er damit meint, lass den Kampf der Gehirnregionen limbisches System, Großhirnrinde und Frontallappen ausfechten und bemühe dich nicht zu priorisieren? Eines ist sicher: der Kampf der Gehirnregionen um Priorisierung spiegelt den momentanen Bewusstseinsstatus des ICHs wider. Was wäre besser, auf dieses ICH zu hören?