Abschied

Abschied

leben ist tod
emotionslos

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tritt ab

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tritt auf

versuchsweise

Diskussion: wir sind Nummern in einem als Demokratie genannten Staatensystem und diese Nummern leben und sterben als Nummern

Dass Niederlagen zum Leben gehören ist mehrfach hier besprochen worden; Niederlagen, Verluste, Fehler sind Chancen, weil wir daraus lernen können. Was ist „lernen“? Lernen ist der Wunsch sich zu verbessern. Wer würde lebenslanges Lernen infrage stellen?

Etwas anderes ist das Event Tod. Auch der Tod gehört zum Leben. Ganz normal. Ganz emotionslos. Wir werden geboren um zu sterben. Ganz normal. Ganz emotionslos. Für Hinterbliebene ist das oft ein grausamer Event, weil ein Lebensinhalt verloren geht. Geht er wirklich verloren?

Mein australischer Freund, Lutz, ein Jugendfreund, wir haben als 14 jährige Kinder über Kant, Hegel, Nietzsche, Feuerbach im Rahmen unserer Konfirmation (und auch danach) diskutiert, ist an Lungenkrebs gestorben. Ist er wirklich verloren? Sein Körper ist nicht mehr unter uns, aber sein Geist ist in mir und ich bilde mir ein, noch heute diskutieren wir!

Übrigens: einige Physiker erklären Unsterblichkeit wie folgt. Von jedem Gehirn gehen Schwingungen aus; diese Schwingungen breiten sich überall aus, die durchdringen die Erdatmosphäre und „durchfliegen“ die Unendlichkeit des Weltraums.

In diesem Text wird die Substituierbarkeit von Beziehungen angesprochen: Oft erleben wir, dass Personen in unserem Umfeld plötzlich aus irgend einem Grunde nicht mehr da sind. Oft suchen wir nach neuen Beziehungen, um Verluste nicht zu schmerzhaft werden zu lassen, um den inneren Drang nach Beziehungen zu erfüllen. Oft stellen wir dann bei neuen Beziehungen fest: „tritt auf versuchsweise“ – auch das ist total natürlich!

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