Die Schnittmenge

Die Schnittmenge

beruehrungsnahe distanz
– schnittmenge –
erfassend
ergreifend
definiert interesse
definiert identifikation
definiert liebe
start zum leben

beruehrungsnahe distanz
– schnittmenge –
erfassend
ergreifend
definiert einflussnahme
definiert abgrenzung
definiert kontrolle
start zum ende

beruehrungsnahe distanz
– schnittmenge –
erfassend
ergreifend
definiert diskussion
definiert analyse
definiert diskongruenz

Start zum Lernen

jene schablone war wieder zu eng

Diskussion: Mit Vorsicht nähern wir uns an, an Dingen, an Menschen, an Ungreifbarem und stellen häufig fest, wir sollten Vorsicht durch Lernen ersetzen

Was macht uns Menschen häufig so unendlich vorsichtig? Was lässt uns abwägen, diesen oder jenen Gedanken, nicht einmal konkreten Weg, zu vollführen? Ich behaupte: je steiniger der Lebensweg war, je mehr Vorsicht lassen wir walten, je weniger suchen wir eine Schnittmenge, den Kompromiss. Kompromisse zu begehen heißt, ein stückwegs bereits nachzugeben, neues Terrain zu begehen und mit dem neuen Terrain beginnen neue Risiken, neue Steine auf dem Lebensweg, die man doch eigentlich vermeiden wollte.

Was uns erfasst, was uns ergreift, was unser Interesse weckt und sogar teilweise Identifikation erzeugt, das ist für manche Mitbürger bereits gefährlich zu bezeichnen. Es hat etwas damit zu tun, was bereits beschrieben wurde: Die Zeitung “DIE ZEIT” schrieb einen beeindruckenden Artikel “Die Kunst des Scheiterns” (Link) und stellt als Kernsatz fest: “Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Menschen an ihren Erfolgen gemessen und für ihre Niederlagen verurteilt werden”.

Ich war Leitende Führungskraft in einem Unternehmen, in dem es hieß: einmal darfst du einen Fehler machen, einmal! Was heißt das? Du bekommst Angst, schiere Angst, einen unbekannten Schritt zu tun, weil jeder unbekannte Schritt ein Risiko darstellt; andererseits möchtest du auch zeigen, dass du der Aufgabe als Mitarbeiter gerecht wirst; das schaffst du nicht dadurch, dass du wie ein Schaf in einer Schafherde hinter den anderen her trottest. Du denkst dir Innovationen aus … und die könnten wieder die berühmten Steine auf dem (Erfolgs)weg sein.

Im Leben, sei es im Berufs- oder Privatleben, kommen wir immer wieder in ein Dilemma:

Man sollte

  • niemals aufgeben (never quit)
  • immer kreativ, innovativ, witzig – mit einem Wort „einmalig“ sein
  • nicht mehr als einen Fehler machen.

Aber kreativ, innovativ, witzig – mit einem Wort „einmalig“ sein und niemals aufgeben (never quit) beinhalten die Gefahr des Scheiterns, des Fehlermachens. Wie sollte man das bewältigen ohne (wieder) zu scheitern? Der Tipp, das Firmenmotiv, der Wahlspruch des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr, „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“ hilft nicht sehr viel weiter! Wer ist Gott? Sagt er etwas? Hilft er in einer konkreten Situation? Wie wende ich mich an das Irrationale, Übersinnliche? Der Tipp hilft nicht weiter!

Und am Ende stellst du fest, verdammt, ich bin wieder gescheitert, weil ich diese oder jene Kleinigkeit nicht beachtet hatte oder weil ich diese oder jene Kleinigkeit nicht beeinflussen konnte (jene schablone war wieder zu eng).

Was DIE ZEIT schreibt “Damit wir an Niederlagen wachsen können, müssen wir richtig mit ihnen umgehen. Wir brauchen ein neues Bewusstsein für unsere Schwächen” ist nur die Hälfte der Wahrheit; die andere Hälfte ist die, dass unsere Eltern uns niemals beigebracht haben, dass Niederlagen etwas ganz Natürliches sind. Erst wenn wir das verinnerlicht haben, können wir, wie DIE ZEIT schreibt, mit Niederlagen richtig umgehen.

Niederlagen sind positiv, weil sie uns eine Chance zum Lernen geben!

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