Wieder soweit

Wieder soweit

Wenn Schmerz beginnt,
Gedichte näher rücken,
starres Lächeln,
kühle Augen,
verschränkte Arme,
verkniffene Lippen
Fragen sinnlos machen,
beginnt die Flucht
vor
Erniedrigung,
Zurückweisung,
Kälte
im Sehnen nach Wärme.

Hetze, Hirsch,
denn der Fangschuß steht schon im Visier;
das Ziel ist zu weit,
um endgültig aufzugeben.

Diskussion: Never quit, diese amerikanische Redensart wird gefordert, weil keine Erniedrigung, Zurückweisung, Kälte verletzend genug sein kann zu resignieren

Es ist einfach aufzugeben. Aufgeben ist jedoch kein natürlicher Baustein im Leben, es sei denn, man würde das selbstbestimmte Ausmendeln (so nenne ich das natürliche genetische Beenden) bejahen. Tief schockiert schrieb ich diese Zeilen, nachdem mit eine Freundin mitteilte, dass ihr unheilbarer Freund in Hessen seinem Leben mit der Einnahme spezieller Tabletten ein Ende bereitet hatte. Das Drama (für uns) wurde überhöht dadurch, dass er seine (geschiedene) Mutter in seinen Plan einweihte und die beschloss, zusammen mit ihrem Sohn diesen Weg zu gehen. Beide nahmen diese Tabletten ein, beide gönnten sich diesen Fangschuss.

Leider viel zu oft geht es uns so, dass wir meinen einer Situation nicht Herr werden zu können. Wir versuchen es, einmal, zweimal … und es macht sich das Gefühl breit: wir schaffen es nicht.

Geben wir uns diesem Gefühl nicht hin!

Wir schaffen es! (Nein, das ist kein Merkel- Zitat)

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