An Lilia

An Lilia

20 Minuten
der gnadenlosen
Analyse
einfuehlsam erfragt
oeffneten meinen
Widerspruch,
Kampf
zugleich Sehnsucht:

wieviel Traeumen ertraegt Leben
wieviel Gefuehl toetet Selbstwert
wieviel Intellekt verhindert Selbstbetrug
wieviel Ratio eroeffnet Chancen fuer Emotio

Klare Fragen versus dumpfer Trauer,
Chance zu
mir und uns

Diskussion: In der Liebe suchen wir das Leben in seinen Werten, wir wollen das Selbstwertgefühl gestärkt sehen und uns bezüglich der Emotionen nicht betrügen (lassen)

Manche Menschen beginnen zu analysieren, den Partner psychisch zu sezieren, bevor sie den Emotionen „freie Fahrt“ geben. Liebe wird damit in der ersten Phase (korrekterweise ist es zu dem Zeitpunkt noch keine Liebe, bestenfalls Sympathie) verkopft: Erfahrungen unserer Vergangenheit werden hervorgeholt und auf den Partner / die Partnerin angewandt.

Das machen wir zunächst einfühlsam, wollen wir doch nicht Sympathie zerstören. Oft, wie bei dem fiktiven Namen Lilia, werden Widersprüche deutlich und es beginnt der Kampf im Abgleich der Widersprüche: kann ich das noch akzeptieren (Thema Kompromisse), während zugleich Sehnsucht nach diesem höchst attraktiven Partner die faire Beurteilung verhindern:

Lilia, du bist eine Träumerin; dein Leben besteht aus einer riesigen seifenblasengleichen Vision, mit der ich, der ich ein nüchterner Realist bin, klarkommen müsste. Und schon wird mir klar, dass nicht ich allein der Maßstab für die Bewertung sein darf, das Leben sollte auch befragt werden: wie viel Wert ist ein Leben, das nur aus Traum besteht? Und für mich kommt nun die Frage: werde ich mit diesem steten Traum leben können, ahnend, dass das Leben andere Antworten und Sichtweisen hat.

Der wahrgenommene Selbstwert ist ein subsummiertes Gefühl, das jedoch aus realen Ereignissen zu einer Ahnung und dann zu einer Überzeugung kommt. Ausgangspunkt ist in jedem Falle die Realität. Sicherlich ist auch vorstellbar, dass der Selbstwert im imaginären Raum entstehen kann, im Traum zum Beispiel; nur fällt dieses aufgeblasene Selbstwertgefühl meist dann zusammen, wenn Situationen in der Realität zu bestehen sind. Würde man mit Lilia gemeinsam die Traumwelt zum Leben erheben, wie viel Traumwelt erschlägt das Selbstwertgefühl in der Realität?

Und wie vertragen sich Intellekt und Traumwelt? Stehen nicht beide zunehmend auf Kriegsfuß? Ist es vorstellbar, dass der Intellekt durch die Traumwelt so massiv betrogen werden kann, dass der Intellekt die Imagination nicht mehr von der Realität trennen kann? Wäre es so, dann würde der Intellekt im Imaginären nicht mehr das Selbstwertgefühl der Realität erfassen können.

Zusätzlich ist die Frage, kann die zumindest partielle Loslösung von der Traumwelt durch Hinwendung zur Realität die Chance vergrößern, der Sympathie und dann der Liebe einen Weg zu bauen? Diese Frage zeigt eigentlich schon die verzweifelte Suche nach einer Lösung auf dem Wege der Liebe: gibt es eine Chance zu meinem Selbstwertgefühl  und letztlich zu uns?

An dieser Geschichte können Sie Namen und Geschlecht austauschen und für Ihre Situation anwenden.

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