schöne gier 1

schöne gier 1

„man kann untreu
sein und
keinen ehebruch begehen“

„man kann treu
sein und
ehebruch begehen“

komm,
mut,
mach’s

Diskussion: Ehebruch, Untreue in der Partnerschaft, Urinstinkte des Unerklärlichen werden geweckt und beginnen unter Umständen Bestehendes zu zerstören.

In welcher Paarbeziehung gibt es das nicht: Ehebruch, Untreue, wenn neu belebte und seit langem tot geglaubte Gefühle wieder erscheinen? Total nüchtern liest es sich bei Wikipedia: „Ehebruch ist nach rechtlicher Definition ‚der zumindest bedingt vorsätzliche Vollzug des Beischlafs eines Ehegatten mit einer dritten Person anderen Geschlechts'“.

Hier wurde gesagt: „Der Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle erkennt, dass die Ursachen der Eifersuchtsgefühle in der Kindheit zu suchen sind (Link). Wer hat nicht den bestrafenden Liebesverlust der Eltern erlebt, wenn man als Kind etwas Unbotmäßiges, wie bedeutungsvoll auch immer, gemacht hat“. Wie kommt es, dass jemand zum Ehebruch, zur Untreue aufruft: „komm, mut, mach’s“?

Es wurde in dem Link aufgezeigt, dass Ängste beim Vergleich bestehen: könnte es sein, dass er / sie besser ist als ich? Diese Frage entsteht sehr quälend dann, wenn Probleme im Selbstwertgefühl bestehen. Anders gesagt: wer sagt, „ich bin gut“, der dürfte verminderte Eifersuchtsgefühle haben, der dürfte, insbesondere jemand, der der täglichen Herausforderung des Verglichenwerdens gewöhnt ist, eher aufrufen: „komm, mut, mach’s“.

Gesellschaftliche Ethik der heutigen Zeit, insbesondere die Institution Kirche, bannen Ehebruch und Untreue – das ist des Teufels. Verbissene Gesellschaftswissenschaftler heben bedeutungsschwanger fingerzeigend hervor, dass Ehe zwischen Mann und Frau der Grundstein der Gesellschaft ist. Und die Bibel, das allgemeine Verhaltenswerk des Christentums macht klar: „Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Wille soll deinem Mann unterworfen sein, und er soll dein Herr sein.“ KKK – darauf wurde und wird die Frau vielfach reduziert. Wer sich nun beim Lesen dieses Absatzes empört, dem sage ich: ihr könnt nicht das verurteilen, was euch gerade passt, während ihr das, was euch nicht passt, dann moralisierend zum Prinzip erhebt, wenn ihr eine substanzielle Quelle zitieren wollt.

„man kann untreu sein und keinen ehebruch begehen“, das ist letztlich eine Art Vereinbarung zwischen den (potenziellen) Eheleuten und geht an die Frage, das ist Untreue wirklich? Wo beginnt Untreue? Wie nahe liegt die Forderung nach Treue an Besitzdenken?

Hier hieß es: „In einem Psychologie- Lexikon findet sich: “Herdeninstinkt, manchen Tierarten eigene Tendenz, in Herden zusammenzuleben, wird auch auf die Tendenz des Menschen übertragen, sich in Gruppen zusammenzufinden” und zu diesem Herdentrieb gehört auch das Bewusstsein, dass eine Herde einen Herdenanführer hat, in dem das Besitzdenken und der Beschützerinstinkt verankert ist. Es stellt sich für mich die Frage: sind wir in einer Weltepoche, in der dieses Besitzdenken verloren geht und der Beschützerinstinkt zu einem Merkmal der Sozialkompetenz rückentwickelt wird?“ Herdeninstinkt, Beschützerinstinkt – sind das Rudimente unserer Gene?

Für (Ehe)paare, die Untreue an der psychischen und nicht an der physischen Liebe, an der sexuellen Gier (warum soll das verboten sein?), festmachen, kann eine Untreue die Beziehung erfrischen – es besteht jedoch auch die Gefahr der Zerstörung der Beziehung.

Schreib einen Kommentar