Selbstbewußtsein I

Selbstbewußtsein I

selbst – bewußt
sehe mich
höre mich
ertaste mich
er lebe mich

Diskussion: Das Selbstbewusstsein eröffnet über das Selbstwertgefühl das Leben.

Selbstbewusstsein ist ein zusammengesetztes Wort:

Selbst + Bewusstsein. Was bedeutet „Bewusstsein“? Bewusstsein ist im weitesten Sinne das Erleben mentaler (gedanklicher) Zustände und Prozesse (Wikipedia) mit sich und mit der Umwelt. Das rationale Selbstbewusstsein bedeutet demnach, dass sich eine Persönlichkeit eigener gedanklicher Zustände und Prozesse mit sich und mit der Umwelt bewusst ist. Ich definiere eine vertiefte Unterscheidung: das intuitive Selbstbewusstsein, das nicht voraussetzt, dass demjenigen gedankliche Zustände und Prozesse mit sich und mit der Umwelt bewusst sind.

Wem also intuitiv oder gedanklich bewusst eigene gedanklicher Zustände und Prozesse bekannt sind, den kann man als selbstbewusst bezeichnen. Das

„sehe mich, höre mich, ertaste mich, er lebe mich“

ist Ausdruck der sezierenden Suche nach eigenen gedanklichen Zuständen und Prozessen und ihre Bewertung in unserem Mobile (Link).

Das Selbstbewusstsein fußt auf dem Selbstwertgefühl, welches nicht nur auf faktischem Bewusstsein besteht, sondern aus einer Verknüpfung zwischen einem Zustand oder einem Prozess in Verbindung mit der gefühlsmäßigen Bewertung dieses Zustandes oder Prozesses. Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Jemand, der bestens Klavierpartituren spielen kann, dem bewusst ist, dass er technisch dazu in der Lage ist, wird dieses Klavierspielen mit einem Gefühlsattribut belegen: „ich bin gut“ zum Beispiel. Indem man  also einen Sachverhalt mit einem Gefühlsattribut belegt, entsteht ein neues Element an Selbstwertgefühl.

Selbstachtung fußt auf dem Selbstwertgefühl. Anders gesagt: wer sich mit seinen positiven gedanklichen Zuständen und Prozesse nicht beschäftigt hat, der wird kaum ein Selbstwertgefühl aufbauen können.

Wer über das Selbstwertgefühl eine Selbstachtung aufgebaut hat, wer über Selbstachtung zum Selbstbewusstsein gekommen ist, wird nicht ohne Grund einen gewissen Stolz empfinden, „ich bin gut“. Und dieser Stolz im Zusammenwirken mit Selbstwertgefühl, Selbstachtung und Selbstbewusstsein ist die Basis für Durchsetzungskraft, Selbstbehauptung, Selbstbeherrschung und Selbstsicherheit. Soziale und auch sachbezogene Interaktion gehen leichter von der Hand. Erfolg erzeugt Erfolg.

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