ein Wort im Kopf

ein Wort im Kopf

einmal gewachsen
gräbt separierend
zerschneidet Offenheit
fixiert sich selbst
raubt Leben
findet synonymisierend Superlative
durchläuft Schleifen
findet zentrierte Wortfelder

lösungslos: das war’s

Betrug

am Leben,
an mir

Die Gedankenteile agglomerieren erneut
gebären
neue Schleifen
neue Erkenntnisse
neue Lösungsmöglichkeiten
neue Ichdubezogenheitsgewißheitselemente

und Schuld ist:
warum

Diskussion: Der Anstoß kam von Außen. Ichdubezogenheitsgewißheitselemente – die Bezeichnung dafür, dass das ICH Kongruenzen mit dem Außen sucht, um nicht in innerlicher Disharmonie zu leben, sondern gewiss in der Beurteilung ist.

Sei es eine Sachlage, sei es eine Person – was immer uns zum Nachdenken (auch hier sei gesagt: bewusst oder unbewusst) bringt, löst in unserem Mobile (Link) eine Einordnung aus: wie positioniere ich mich dazu hinsichtlich meiner Werteebenen:

  • wir denken, handeln aus unserer Gefühlswelt (Dimension)
  • wir denken, handeln aus unserer Sachwelt (Dimension)
  • wir denken, handeln aus unserer Willenswelt (Dimension)
  • wir denken, handeln aus unserer Ethikwelt (Dimension).

Ich bin davon überzeugt, dass ein überaus komplexer Abklärungsprozess in unserem Gehirn abläuft, weil kein Wort oder Ereignis wert- und beurteilungsneutral abgespeichert ist (Anmerkung: Wörterbücher sind überwiegend wert- und beurteilungsneutrale Auflistungen). Dieser Abklärungsprozess ist Merkmal unserer Einzigartigkeit unserer Persönlichkeit bezüglich Färbung eines jeden Wortes oder Ereignisses und Gewichtung desselben:

separierend
zerschneidet Offenheit
fixiert sich selbst
raubt Leben
findet synonymisierend Superlative
durchläuft Schleifen
findet zentrierte Wortfelder (Link)

Dieser Abklärungsprozess separiert zunächst jedes Wort oder Ereignis, um eine neutrale Beurteilung hinsichtlich Färbung eines jeden Wortes oder Ereignisses und Gewichtung zu ermöglichen. Durch die Fixierung auf das allein im Raum stehende Wort oder Ereignis wird eine gewaltige mentale Leistung vollzogen, der Abklärungsprozess verhindert teilweise weitere gedankliche Prozesse. Würde ich als Techniker eine Maschine für eine solche Leistung konstruieren, ich würde diese Abklärungsprozesse dann erledigen lassen, wenn das Gehirn ohnehin vermindert ausgelastet wäre, also Nachts. Der Schlaf ist hervorragend geeignet, Abklärungsprozesse zu „erledigen“; das aber setzt voraus, dass wir eine Art temporären Speicher für Ungelöstes haben und wenn unser Gehirnzentrum feststellt, es ist noch Bearbeitungskapazität vorhanden, dann wird in diesem temporären Speicher nach Ungelöstem geschaut. Es ist durchaus möglich, dass höchst komplexe Abklärungsprozesse so lange in dem temporären Speicher verbleiben, wie sie nicht widerspruchsfrei zugeordnet sind.

und Schuld ist:
warum

Das genau macht uns Menschen aus: wir wollen (ob wir es bewusst wollen oder nicht) diese Abklärungsprozesse als Erklärung ‚warum‘. Wunderlich beschreibt diesen Abklärungsprozess wie folgt (Link, Quelle 3): „So ist das Feld [Anmerkung: der gedankliche Prozess der Analyse eines Wortes oder Ereignisses unter unterschiedlichsten Beurteilungsmerkmalen] weniger als ein zweidimensionales Gebilde im Sinne eines Mosaiks zu verstehen, sondern eher als ‚Kraftfeld‘. Seine Eigenschaften sind Geordnetheit, Wechselbestimmtheit (der einzelnen Inhalte), Vollständigkeit (es gibt keine leeren Stellen) und Wohlgeschiedenheit (von anderen Feldern).“

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