mein schandfleck

mein schandfleck

Wurde entkleidet
10 Kinderaugen
vergewaltigten mein ICH
das höhnische Lachen höre ich heute noch

wieder

ausgestreckte Zeigefinger töten

empfinden

dachte, wehrlos, dann vergiss
dachte später Zeit heilt Wunden

65 Jahre später sehe ich immer noch
den
mit Klebeband umwickelten
schandfleck

Diskussion: Die Brutalität unter Kindern kann unendlich verletzen, lebenslang.

„Worte können ein Kind genauso verletzen wie Schläge – das ist wissenschaftlich erwiesen„, Huffingtonpost (Link) und erwähnt 15 elterliche Totschlagsätze. Elterliche. Aber was ist mit jenen Sätzen, die durch Kinder zugefügt werden? Aber was ist mit jenen Erniedrigungen, die durch Kinder zugefügt werden? Jene hyperkluge Internetseite schreibt (Link) „Immer wieder sind Eltern und Pädagogen in Kindertageseinrichtungen oder Schulen von Situationen verunsichert, in denen Kinder ein sexuelles Verhalten zeigen, das über eine altersgerechte körperliche Entdeckungsreise wie beispielsweise Doktorspiele hinausgeht“ und veröffentlicht diesen Unsinn: „Kindliche sexuelle Handlungen haben etwas mit dem Entdecken des Körpers und mit dem Suchen und Erleben des körperlichen Genusses zu tun, die sich je nach Alter unterschiedlich äußern.“

Die in dem obigen Text beschriebene Situation hatte nichts, rein gar nichts mit Entdecken zu tun; es ging um die Hackordnung in einer Kindergruppe. Regelrecht hasse ich diesen Satz auf der zuletzt beschriebenen Seite: „Die anderen Kinder müssen dieses Nein akzeptieren“, als würden Kinder so handeln wie Erwachsene nicht einmal handeln würden!

Und wissen Sie, was ein solches Kind empfindet? SCHAM, unendlich SCHAM! Lebenslang SCHAM! Was abgearbeitet glaubte, wird nach Jahrzehnten vom Grund des ICHs hochgespült; da ist es wieder, dem Untergang nahe. Und wissen Sie, was ein solches Kind empfindet? Scham, die den Mund schweigen lässt! Scham, die die Emotion schweigen lässt! Scham, die nur noch töten könnte!

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