Meine Ordnung

Meine Ordnung

ist
meine
nur meine

du verdammter Veränderer
deine Ordnung
sei
mein zwanghaftes Prinzip?

Warum hast du nie gelernt mich zu akzeptieren?

Diskussion: Jeder Mensch ist einzigartig – durch seine Persönlichkeit insbesondere. Kaum beginnen zwei eine Beziehung, beginnt das miteinander leben Lernen. Von liebenswerten Kompromissen bis hin zu gehasster Unterdrückung umfasst das Lernen.

Die Geigen im Himmel haben aufgehört zu spielen, in etlichen Lebenssituationen kennt man den/die Gegenüber. Und an einigen (hoffentlich wenigen) Stellen fragt man/frau sich: will ich mir das antun? Kann ich das aushalten? Welche Eigenschaft würde ich mir für meine Persönlichkeit angenehmer vorstellen?

Und genau dann beginnt der, nennen wir es einmal, Lernprozess, beginnend mit gesäuseltem „was hältst du davon, wenn …“ über „ich hielte es für besser …“ bis hin zu „kannst du nicht endlich …„.

Begleitend werden sämtliche nonverbalen Register gezogen, beginnend mit der liebevollen Berührung über leichtes Kneifen mit einem grinsenden Gesicht bis hin zu Türenschlagen oder Sachen durch die Gegend werfen.

Und wenn in dieser Situation auch noch Moraltheologen ihre Weisungen absondern, dann wird es langsam zu einer Belastung: „2363 Durch die Vereinigung der Gatten verwirklicht sich der doppelte Zweck der Ehe: das Wohl der Gatten selbst und die Weitergabe des Lebens. Man kann diese beiden Bedeutungen oder Werte der Ehe nicht voneinander trennen, ohne das geistliche Leben des Ehepaares zu beeinträchtigen und die Güter der Ehe und die Zukunft der Familie aufs Spiel zu setzen. Die eheliche Liebe zwischen Mann und Frau steht somit unter der doppelten Forderung der Treue und der Fruchtbarkeit.

Eine Rechtsbetrachtung zeigt auf: „Das Gesetz geht davon aus, dass eine Ehe auf Lebenszeit geschlossen wird und dass die Ehegatten einander zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet sind. Unter der ehelichen Lebensgemeinschaft versteht man die gesamten persönlichen und vermögensrechtlichen Verhältnisse der Ehegatten zueinander. Der Gesetzgeber ist sogar der Meinung, dass mit diesem Begriff eine Partnerschaft gleichen Rechts und gleicher Pflichten mit besonderen Anforderungen auf gegenseitige Rücksichtnahme und Selbstdisziplin, auf Mitsprache und Mitentscheidung »verbunden sei«. Diese hohen Anforderungen und Vorstellungen des Gesetzgebers an die eheliche Lebensgemeinschaft sind aber wohl noch nicht bis zu allen Ehepartnern vorgedrungen. Gerade an den gleichen Rechten und Pflichten innerhalb der Ehe dürfte es häufig mangeln, nachdem noch viele Ehemänner die Rechte einseitig auf ihre Seite und die Pflichten auf die Seite der Ehefrau verteilen.“

Sowohl die Rechtsbetrachtung als auch die vatikanische Sichtweise zu Partnerschaften/Ehen gehen an der Wirklichkeit vorbei. Insbesondere der Satz „Gerade an den gleichen Rechten und Pflichten innerhalb der Ehe dürfte es häufig mangeln, nachdem noch viele Ehemänner die Rechte einseitig auf ihre Seite und die Pflichten auf die Seite der Ehefrau verteilen“ ist ganz im Sinne der feministischen Ehre, der Mann das böse Wesen, die Frau die ewig Leidtragende. Ist das die Wirklichkeit in einer Gesellschaft, in der in Teilen ein Matriarchat herrscht? Die jetzigen Argumente (insbesondere die der SPD), Frauen in Führungspositionen … sind mehr als schwach. Der wirkliche Kampf findet in einem für die Öffentlichkeit unsichtbaren Bereich, in dem Privatleben, statt. Es gibt nicht wenige Männer, die sagen, es müsse bald die Bewegung ‚Menslib‘ ausgerufen werden.

Was wir in der Gesellschaft verloren haben ist die Freiheit, beginnend mit der Freiheit des Denkens und Empfindens. Als erhöhte Stufe eines anderen Werteraums ist der zwischenmenschliche Respekt:

„Wenn nämlich die Ehefrau und der Ehemann sich gegenseitig respektieren, dann wird ihr Glück des Zusammenlebens und ihre Beziehung von Dauer sein, sie fühlen sich in Sicherheit und Geborgenheit und ihr Leben ist stabil. Hingegen wenn der Ehemann seine Frau dauernd erniedrigt und die Frau ihren Mann verachtet, dann verabscheuen sie letzten Endes ihre Situation, ihr Leben, ihre Familie und ihre Beziehung, und manchmal wirkt dieser Hass sich auch auf ihre Kinder aus. Aus diesem Grund ist der gegenseitige Respekt und die Achtung sehr wichtig“ Sie werden sich über den Link wundern. Das Wort „Respekt“ taucht in der christlichen „Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments“ auf 2435 Seiten nicht auf!

Nochmals zitieren: „Respekt ein Zeichen der Achtung der Würde des anderen. Jeder Mensch möchte geachtet und gewürdigt zu werden, um sich und das eigene Leben als sinnvoll wahrzunehmen , was wesentlich zu einem guten Selbstgefühl beiträgt.“

Warum hast du nie gelernt mich zu akzeptieren?

Akzeptanz verlangt Respekt, das sollte man bei der letzten Zeile berücksichtigen! Diese letzte Zeile ist auch nichts anderes als die Kapitulation einer nicht geratenen Beziehung zweier Menschen!

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