erkenne mich

erkenne mich

atomistisch
immer zu wenig
scheibchenweise seziert
weitersuchend
mikroskopiert
verbund forschend
ICH
konstruktionen verwerfend
Homogenitäten
partiell
findend

Bin bereit
zur Einordnung
zur Liebe
zur Negation
zum Verzeihen.

Abgrund

verzeiht

Diskussion: Objektive Selbsterkenntnis durch äußeren Anstoß ist oft nur ansatzweise möglich.

„In der Psychologie ist Selbsterkenntnis das Verstehen der eigenen Fähigkeiten, der eigenen Gefühle und Motive“ schreibt wiki.yoga-vidya.de (Link). Ich muss nochmals Wikipedia zitieren: „Verstehen ist das inhaltliche Begreifen eines Sachverhalts, das nicht nur in der bloßen Kenntnisnahme besteht, sondern auch und vor allem in der intellektuellen Erfassung des Zusammenhangs, in dem der Sachverhalt steht. Verstehen bedeutet nach Wilhelm Dilthey, aus äußerlich gegebenen, sinnlich wahrnehmbaren Zeichen ein „Inneres“, Psychisches zu erkennen.“ Ich füge hinzu: Verstehen ist das inhaltliche Begreifen eines Sachverhalts in einem Erfahrungsraum (in der Beschreibung Deutungsrahmen genannt) …

Warum in einem Erfahrungsraum? Weil das Verstehen auf angeeigneten Wissensstrukturen, auf die Prozesse des Verstehens aufbauen, beruht. Das ist nun wichtig: wenn wir mit Sachverhalten zu tun haben, die außerhalb der angeeigneten Wissensstrukturen liegen, dann endet das Verstehen. Ein Beispiel für viele von uns:

die Wurzel aus -1 = i. Das Wurzelziehen (Radizieren), nicht beim Zahnarzt, kennen sicherlich viele Mitleser. Aber das Verstehen hört bei der Wurzel aus -1 auf. Wir haben in der Schule gelernt, die imaginäre Einheit i hatte Leonhard Euler erstmals definiert (ob das wirklich so ist, das ist ungeklärt). Jedenfalls geht es hier um das Verstehen des imaginären Raums. Was ist „imaginär“? Imaginär ist etwas, das es nicht in der Wirklichkeit, sondern nur in der Vorstellung existiert; wir reden hier also über etwas, das außerhalb unseres Erfahrungsraums ist. Können wir etwas verstehen, was außerhalb unseres Erfahrungsraums ist? Nein, wir können es nur als etwas Definiertes lernen, mehr nicht.

Zurückzukommen auf „In der Psychologie ist Selbsterkenntnis das Verstehen der eigenen Fähigkeiten, der eigenen Gefühle und Motive“ unter der Voraussetzung, dass wir nur das verstehen können, was innerhalb unseres Erfahrungsraums oder Denkmusters ist: Selbsterkenntnis außerhalb unseres Erfahrungsraums oder Denkmusters ist nur deduktiv (Link) möglich.

Ich „liebe“ solche Headlines

Wie du mit einem einfachen Trick Selbsterkenntnis erlangst (Link)

Norman Brenner versucht den Trick zu beschreiben … versucht. „Selbsterkenntnis setzt damit eine gewisse Objektivität der Selbstbeobachtung und des Selbstbildes voraus, das heißt die „richtige Beurteilung der Eigenschaften, Dispositionen, Kräfte, Werte des Selbst, geschöpft aus der Vergleichung der Betätigungen und Reaktionen des Ich im Leben, in der sozialen Gemeinschaft“ (nochmals Wiki, eigene Hervorhebung) und damit wird der deduktive Selbstlernprozess sehr gut beschrieben.

Tania Konnerth hat auf ihrer Internetseite (Link) eine ganz brauchbare Methodik beschrieben, genannt „Finde deinen Kompass“, die zur Selbsterkenntnis führt.

Wenn es in meinem Text heißt

Homogenitäten
partiell
findend

dann bedeutet dieser Hinweis, dass es bei der Selbsterkenntnis nicht um solitäre Einzelbetrachtung geht, dass auch jede Einzelbetrachtung in einem Ganzen sich homogen einfügen muss. Das wiederum hat mit dem Mobile zu tun, das unter anderem hier

Einführung in Zyklus 2 – Begegnungen des Ich

beschrieben ist.

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